Debütant mit Heimatvorteil: Mit diesem flachen Metallhandy kommt das erste Mobiltelefon aus der BenQ-Siemens-Ehe in den Handel.
Das ging fix: Nach nicht einmal einem halben Jahr haben die Fernöstler von BenQ und die Münchner von Siemens erstmals gemeinsam ihre Know How in ein Handy getan. Das S68 verdeutlicht bereits, wo man optisch hinmöchte: edle Materialien und eine angenehm flache Bauweise. Im diesem Falle sorgt eine Front aus gebürsteten Aluminium für ein attraktives Design und eine gehobene Robustheit. Mit gerade einmal 76 Gramm und einer Tiefe von 1,3 cm ist das S68 außerdem erfreulich leicht & handlich.
Bei der Ausstattung handelt es sich um eine Art Einsteiger-Businesshandy á la Nokia 6020/21. Während im Multimediabereich eher schmale Kost angesagt ist (z. B. keine Kamera), punktet das S68 im Organizer- und Connectivity-Bereich. E-Mail-Client, Document Viewer volle PIM-Synchronisierung mit Outlook und Lotus sowie Bluetooth - (nahezu) alles, was die Businessfraktion so braucht, ist an Bord. On Top gibt es sogar eine hilfreiche Wettervorhersage oder ein Survival Dictionary. Die Ausstattung ist somit in sich stimmig, wenngleich 8 MB Speicherplatz doch ein bisschen mager sind.
Ein Extralob gebührt den komplett logisch strukturierten Menüverästelungen sowie der Möglichkeit, via Schnellwahltasten das S68 komplett auf die eigenen Bedürfnisse konfigurieren zu können. Weniger durchacht ist hingegen die weiße Tastaturbeleuchtung auf den silbernen Knöpfen, denn die lassen sich bei Tageslicht nur mit Mühe ablesen. Auffallend gut ist dafür wieder der kraftvolle Sound, durch den auch die klare Freisprecheinrichtung profitiert.
Mit rund vier bis fünf Tagen Dauereinsatz siedelt sich die Rufbereitschaft im gehobenen Mittelfeld an. Während der Empfang im D-Netz ebenfalls durchschnittlicher Natur ist, bricht der Empfang im E-Netz bei schlechter Netzabdeckung auffallend schnell ein. Bei Telefonaten fallen Nebengeräusche so gut wie gar nicht auf. Die Verständigung funktioniert dabei vor allem im Festnetz reibungslos, wobei auch das S68 den bekannten „Blechdosen-Effekt“ nicht vermeiden kann.