Die Neuauflage folgt streng der Tradition des ursprünglichen Chocolate Phones und bietet vor allem das markante Design und - natürlich - viele Sensortasten.
Während die Koreaner beim „großen Bruder“ BL40 buchstäbliche schwere Multimedia-Geschütze auffahren, sieht das BL20 vergleichsweise brav aus. Schwarzer Klavierlack, rot hinterleuchtete Sensortasten, edle Slider-Optik - das Konzept des Chocolate Phones wurde nahezu 1:1 übernommen. Warum auch nicht? Die Verarbeitungsqualität bietet kaum Anlass zur Kritik. Lediglich der Akkudeckel löst sich zu leicht aus der Verankerung.
Besondere Ausstattungsmerkmale? So gut wie keine. Das LG bietet das bekannte Mittelklasse-Komfortprogramm, ohne nennenswerte Duftmarken zu setzen. Stereo-Bluetooth, UKW-Radio, HSDPA mit bis zu 3,6 MB/s sowie eine qualitativ mittelprächtige 5-Megapixel-Kamera. Erwähnenswert ist einzig die Foto-Notiz. Dahinter verbirgt sich ein Makromodus, durch den man Texte abfotografieren kann - das klappt recht gut. Das Zusammenspiel aus gelungener Zahlentastatur und flinken Sensortasten hat klar seine Vorteile, da dadurch längere Texteingaben viel schneller getippt werden können. Positiv sind ferner die vielen Personalisierungsmöglichkeiten, inklusive einer Widget-Leiste. An das Sensortasten-Steuerkreuz muss man sich dennoch gewöhnen, denn jede Berührung führt sofort zu einer Aktion. Das kann in der Hektik des Alltags auch störend sein.
Zur Technik: Der Akku ist erfreulich leistungsstark, denn eine Rufbereitschaft von bis zu sechs vollen Tagen ist keine Utopie. Auch der Empfang ist überdurchschnittlich gut, denn in allen Frequenzbändern liefert es souveräne Werte ab. Bei Telefonaten fällt die starke Rauschunterdrückung auf. Nebengeräusche werden dadurch zwar effektiv eliminiert, doch Stimmen klingen dadurch etwas abgehackt. Den bekannten Blechdosen-Klang kann das BL20 leider auch nicht verhindern.