Mit der Inspiron 15XX-Serie läutete Dell ein neues Zeitalter der stylischeren Dell-Rechner ein. Im Test präsentierte sich eine mit Ausstattung aufgebohrte Version der Intel-Baureihe.
Mit Erstaunen reagierte die gesamte Computerwelt, als sich Dell im Sommer von der Lehre der reinen Technologie nicht ab-, aber mehr der Lehre des Lifestyles zuwendete. Während sich viele Unternehmen mit einem derartigen Sprung schwer tun, wirkten die Dell-Mitarbeiter bei den entsprechenden Pressepräsentationen so unverkrampft, als ob sie schon immer „Lifestyle“ verkauft hätten. So präsentiert sich auch die Inspiron-Serie mit den 1500er Nummern völlig locker in sieben verschiedenen Farben und runden Formen. Das Testgerät kam in sonnig gelbem Deckel daher, gewohnt gut verarbeitet und mit einem griffigen Soft-Touch-Lack.
Unter der Haube tritt ungefähr alles an, was Rang und Namen hat. Von einer Grafikabteilung mit einem GeForce 8600 GT über W-LAN, Bluetooth und einer ExpressCard für den UMTS/HSDPA-Zugriff bis hin zu Laufwerken, Schnittstellen und Webcam - wirklich fehlen wird einem nichts beim Inspiron 1520, denn auch an Prozessorleistung und Speicherkapazitäten ist alles mit an Bord, was man selbst für ein ressourcenhungriges System wie Microsofts Windows Vista Home Premium braucht. Dabei kann man das Notebook noch weiter ausbauen, denn die Ausstattungsoptionen gehen im „Dellschen“ Webshop noch viel weiter.
In Sachen Bedienung trifft man wieder einmal auf die gewohnt gute Tastatur der Dell-Notebooks. Jede Taste ist an ihrem Platz - unverhoffte Reaktionen wegen irgendwelcher Tasten, die nicht dort sind, wo man sie von „ausgewachsenen“ Keyboards vermutet, muss man also nicht befürchten. Auch Tastenhub und -Größe sind „dicke-Finger-tauglich“. Sämtliche Anschlüsse, die man im täglichen Betrieb benötigt, findet man auf den Seiten des Notebooks, nur selten genutzte Buchsen und zwei USB-Ports für stationäre Anwendungen haben auf der Rückseite ihren Platz.
Minuspunkte handelt sich allerdings das gut auflösende und kontrastreich abbildende Display durch seine Tauglichkeit als Spiegel ein: Allerspätestens, wenn man mit einem hellen Oberteil in hellerer Umgebung vor einem dunkleren Bildinhalt sitzt, sieht man... nichts mehr.
In punkto Grafik- und Prozessorleistung gibt sich das Inspiron 1520 keine Blöße und liefert Leistungswerte ab, die jeder Anwendung gewachsen sind. Trotz der guten Performance legte das Testgerät mit drei Stunden eine ordentliche Ausdauer an den Tag - allerdings mit dem größeren und herausstehenden 9-Zellen-Akku, der das obere Ende der Kapazitätsbandbreite darstellt.